Samstag, 26. November 2011

Soundtrack of my life

If your life was a movie, what would the soundtrack be?


  1. Open your music library
  2. Put it on shuffle
  3. Press play
  4. For every question, type the song that's playing
  5. When you go to a new question, press the next button

My soundtrack:

Opening Credits: Johnny Cash - The man comes around

Waking up: Feist - I feel it all

Average day: Kevin Drew - Lucky ones

First Date: Bellini - Samba de Janeiro (!)

Falling in love: Stars - Take me to the riot

Love scene: Lena - What happened to me

Fight Scene: Kate Micucci (the Scrubs girl) - Mr. Moon (:D)

Breaking up: Die Toten Hosen - Der letzte Kuss [Live]

Getting Back together: Beirut - My night with the prostitute from Marseille (:DD!)

Secret Love: Johnny Cash - In my life

Life's okay: Maximo Park - Girls who play guitars

Mental Breakdown: Manu Chao - Mama Cuchara

Driving: Arcade Fire - Rebellion (Lies)

Learning a lesson: The Smiths - Frankly, Mr. Shankly (somehow really suitable)

Deep Thought: Bright Eyes - Lua (!!!!!)

Flashback: Sigur Rós - Festival

Partying: MGMT - Kids

Happy Dance: Mando Diao - Dance with somebody [acoustic] (NO JOKE!)

Regretting everything: Bright Eyes - I don't know when but a day is gonna come

Long night alone: Beatles - Twist and shout

Death Scene: Tocotronic - Kapitulation (suitable²)

Closing Credits: Mumford and Sons - Roll away your stone


I really like the outcome of that play! Not only that the soundtrack (more or less) perfectly reflects my taste of music, some songs even perfectly fit into the particular period of time. Others (see 'Getting back together') stand out as well by not fitting at all! :)

So try it yourself!


Sonntag, 20. November 2011

"Die Eule fängt gleich an zu Schnurren!"


Ich wollte ja eigentlich keine Videos als Lückenfüller verwenden. Doch die Eule Molla ist wohl ungefähr das Süßeste, was ich dieses Jahr gesehen habe und etwas, das ich niemandem vorenthalten kann und will!

Mittwoch, 16. November 2011

Ein Stück vom ganz großen Glück

Es scheint wirklich wahr zu sein. Es scheint so, als müsse man sich erst mit schlimmsten aller Wahrheiten konfrontieren, bevor man endlich frei sein kann.

Im Vorfeld verdammte ich diesen Tag. Ich wusste, dass er irgendwann kommen würde, zwangsläufig. Ich hatte seit Monaten Höllenangst davor. Doch heute ist es passiert. Ich habe es geschafft, mich vom einfachen und bequemen Weg zu verabschieden, bin über meinen Schatten gesprungen, habe mich mit der Wahrheit konfrontiert, habe den schon so lange notwendigen Schritt getan.
Und scheiße ja, ich bin stolz auf mich!

Es tut plötzlich nichts mehr weh. Ich kann endlich über alles lachen. Ich kann mich damit abfinden, ohne mental abzurutschen. Kann nun erhobenen Hauptes nach vorn blicken und fühle mich, als hätte ich meine Fußfesseln, die mich in der Vergangenheit festhielten, endlich gelöst.
Ich bin euphorisiert, mit der Welt und mir im Reinen und kann dabei zugucken, wie ich wieder Abenteuerlust entwickle. Und Energie!
Energie, die ich nun schleunigst in Produktivität umwandeln möchte!

Das ist mein Paradies. Ich fühle mich erlöst!

Montag, 14. November 2011

Nestflüchter und Nesthocker

"Also ich für meinen Teil bin ein ziemlicher Familienmensch; ich könnte mir ja mal so gar nicht vorstellen, länger von meiner Familie getrennt zu sein!"

Solche Sätze hört man so unglaublich oft, wenn man nur die Ohren weit genug öffnet und mit Gleichaltrigen ins Gespräch über ihre Lebensperspektiven und Zukunftsvorstellungen kommt. Irgendwie wohl schon zu oft. Zu inflationär wird mit dem Begriff Familienmensch um sich geworfen. Fragt man nach Gründen, so erhält man eine Auswahl folgender Statements:

  • Ich habe schon so viel mit meiner Familie durchgestanden, dass ich einfach weiß, dass wir auch in Zukunft alles schaffen werden!
  • Hallo? Meine Mama hat mich geboren. Eine intensivere Verbindung gibt's doch nicht!
  • Meine Familie hat mich mein ganzes Leben lang begleitet, ich will nicht, dass diese Verbindung aufbricht!
  • Zu Hause werde ich bekocht und bewirtet, versorgt und rundum verpflegt. Ich brauche für nichts zu bezahlen. Mama macht meine Wäsche und Papa macht alles Handwerkliche! Ich wär ja schön doof, wenn ich das aufgeben würde. 
Andererseits gibt es dann auch die Nestflüchter. Deren Argumente für ein Ende der elterlichen Verbindung:

  • Ich will wegziehen, weg von meinen Eltern. Für mich bedeutet dieser Schritt das Ende meiner Kindheit! Ich bin jetzt erwachsen. Das kann ich nur ohne Eltern so richtig ausleben.
  • Ich will auf eigenen Füßen stehen, da ich so endlich mehr Verantwortung tragen kann und mir beweisen will, dass ich es kann! Hah!
  • Ich kann meine Alten nicht mehr ab, ey. Bin froh, wenn ich die los bin und mich niemand mehr anschnauzt, ich solle Hausarbeiten erledigen! Ich bin 18, tu, was ich will und niemand macht mir Vorschriften, mit wen ich nach Hause einlade und wie legendär meine Hauspartys werden!

Meiner Meinung nach steht es mir nicht zu, die Argumente anderer zu kritisieren. Jedem Fastabiturienten wird zumindest ein Argument bekannt vorkommen. Außerdem kann man bei dieser Entscheidung kaum ein Mittelding finden, mit dem vollkommene Unabhängigkeit und trotzdem unmittelbare Nähe zu den Eltern erreicht werden kann.
Jeder Mensch hat eine andere Verbindung zu seiner Familie und dementsprechend auch eine andere Konnotation mit dem Famlienbegriff. Meine ist mir heute bewusster denn je geworden: Meine Familie zeigt mir immer wieder, dass ich in mein zukünftiges Leben nicht allein leben möchte. Ich beschränke mich auch nicht ausschließlich auf Eltern; gleichwohl meine ich damit andere Formen des Zusammenlebens, wie eine Partnerschaft. Ohne zumindest eine mir sehr eng vertraute Person kann ich nicht. Ich würde mich so nicht vollkommen fühlen. Kein Stück. Der Gedanke, ganz allein zu sein, macht mir Angst.

Sonntag, 6. November 2011

Ordnung ist das ganze Leben!

Gestatten, ich bin 18 und bin ein Schwein. Ich räume nicht auf. Wozu auch? Es ist mir egal, wie mein Zimmer aussieht. Meine Kleidung liegt auf dem Boden, leere Wasserflaschen stapeln sich, mein Desktophintergrundbild ist vor lauter unaufgeräumtem Kram gar nicht mehr erkennbar. Ich lebe in einer Welt voller Chaos, da fällt meine Schlampigkeit doch gar nicht auf. Und wem es doch auffällt, dem sage ich einfach, ich sei ein derart beschäftigter und wichtiger Mann, dass ich es zeitlich gar nicht einrichten kann, für Ordnung zu sorgen. Das macht Eindruck und mich sympathisch.
Und falls nicht, juckt's mich? Nö.


Hallihallo, ich bin 18 und beinah krankhaft ordentlich und organisiert. 100% meiner Mitschriften in der Schule sind datiert, ich kann es nicht auf den Tod nicht ertragen, Rechtschreibfehler oder falsche Ausdrücke in Hausaufgaben durchzustreichen. Also schreibe ich eine Seite notfalls auch drei Mal neu; selbst, wenn diese bereits zu Dreiviertel beschrieben sein sollte.
Ich führe pingeligst einen Terminkalender. Es gibt darin kaum einen unbeschriebenen Tag, eine vergessene Hausaufgabe. Nach erfolgreicher Erledigung wird sie mit einem roten Stabilostift durchgestrichen. Ich habe eine Excelliste, welche als Übersicht über meine Noten dient. Sie enthält dreiundzwanzig Formeln, die meinen NC im best case- und worst case scenario errechnen. Ich kenne alle Zahlen und Daten in meinem Leben auswendig. Schultage bis zu den Ferien, alle Passwörter und PIN-Codes, alle bisherigen Handynummern, fast alle Geburtstage, die Hausnummern aller Hotels des Sommerurlaubs, die Anzahl der verbleibenden Klausuren, das Datum meines ersten Schultags, die Daten aller bisher besuchten Konzerte, alle Fehlstunden der Oberstufe, die Anzahl der Montage im Februar 2010 und noch viele weitere Dinge, die alle den Eindruck, dass ich ein Freak sein könnte, nur noch verstärken würden.
Doch juckt's mich? Nö.

Juckt mich allerdings die Schizophrenie? Oh yes.

Freitag, 4. November 2011

Emotionen respektieren, Augenlicht verlieren

Zugegeben, ich bin definitiv nicht der Vorzeigefan meiner Lieblingsfußballmannschaft schlechthin. Der Verein ist nicht mein ganzes Leben, nicht mein ganzer Stolz, was auch irgendwie ziemlich bitter wär (was würde das denn über den Spannungsfaktor anderer Bereiche meines Lebens aussagen?). Ich kenne auch nicht alle Spieler mit Namen, Autokennzeichen und Steuernummer und reise nicht zu Auswärtsspielen gegen den Tabellensiebenundneunzigsten. Ehrlich gesagt war ich auch schon lange nicht mehr im Heimstadion.
Trotzdem strahlt Fußball (ansehen, nicht spielen!) schon einen gewissen Charme aus. Aber auch nur manchmal. Dabei ist der Spielverlauf an sich für mich sogar noch relativ unwichtig; es gibt jedoch außer intensiver Konzerte kaum einen vergleichbaren Gänsehautmoment, der sich einem bietet, wenn man im mit 80.000 Menschen gefüllten Stadion steht und unmittelbar vor Spielbeginn mit ebendiesen Menschen 'You'll never walk alone' anstimmt. Das ist der emotionale Höhepunkt jeder Fußballveranstaltung für mich: Menschen, die ihre Stimme benutzen und sich so gegenseitig anfeuern und motivieren.

Was jedoch ganz und gar nicht Ausdruck der Emotionen bei einer Massenveranstaltung sein soll und darf, hat man wieder einmal letzte Woche beim Pokalspiel zwischen Borussia Dortmund und Dynamo Dresden sehen können: Pyrotechnik, bengalisches Feuer. Ausgetüftelte Propagandasprüche wie 'Pyrotechnik legalisieren - Emotionen respektieren' finden auf Facebook fast 37.000 Anhänger, größtenteils meiner Altersgruppe. Und natürlich, kleine unscheinbare rote Lichtlein im Stadion sehen ohne Frage optisch einfach nur phänomenal aus! Aber das tun Brandverletzungen zweiten Grades und die anmutigen dunklen Krater im Gesicht, die daraus resultieren und von denen man dann ein Leben lang was hat, auch! (Oder so..) Oder noch besser: Man bekommt den Spaß ins Auge, was inmitten von zig Dutzend Leuten leichter passieren kann als gedacht, erblindet und kann nie wieder in den Genuss eines Bengalos, geschweige denn eines Fußballspiels kommen. Tja. Scha-de.
In einem derart menschengefüllten Stadion hat Vorsicht und gegenseitige Rücksicht die oberste Priorität. Seiner Mannschaft zuzujubeln ist für die Unterhaltung Jedermanns gedacht. Unzählige Kinder sind Heimspiel für Heimspiel dabei, bewundern die Spieler und möchten durch Fangesänge und Pfeifkonzerte auffallen, ihre Emotionen ausdrücken. Kommentare in der Facebookgruppe wie "am wochenende wird es bestimmt viel pyro geben mit dem hintergedanken ihr könnt uns gar nichts :D"  verstärken meinen Eindruck, dass Fußball im Stadion zur Nebensache geworden ist. Leider.
Ich habe vollstes Verständnis dafür, dass der DFB sich dafür ausspricht, Dynamo Dresden die Austragung von Pokalspielen zu untersagen. Generell sollte das Zünden eines Bengalos mit einem Stadionverbot einhergehen und dies auch strenger kontrolliert werden. Es sollte eine Selbstverständlichkeit sein, sich ohne Bedenken ein Fußballspiel anzusehen.

Ich kann Emotionen auch zeigen, ohne Mitmenschen physischen Schaden zuzufügen. Wenn ihr das nicht könnt, liebe Ultras, lasst es ganz sein.

Sonntag, 30. Oktober 2011

f(x)=Leben

Bis vor Kurzem schien es mir noch so, als verliefe mein ganzes Leben stark idealisiert sinuskurvenförmig. Ich kramte also mein Millimeterpapier hervor; exakt wollte ich meinen eigenen Verlauf festhalten. Mit Bleistift und Lineal zeichnete ich x- und y-Achse fix auf: So weit, so gut.
Der Nullpunkt, zugleich mein erster Schnittpunkt mit der x-Achse (25062011/0), war schnell gefunden. 'Stopp!', sagte ich da zu mir und hielt mich davon ab, übereifrig fortzufahren. Da fehlte doch was. Ich dachte angestrengt nach und erinnerte mich schließlich an die zwei elementarsten Sätze der Mathematik. Zumindest ging ich stark davon aus, dass sie elementar sein mussten, da in meinem gesamten Schulleben keine anderen Sätze häufiger über die Lippen meiner zahlreichen Mathelehrer gekommen waren als "75% eurer Fehler entstehen dadurch, dass ihr die Aufgabenstellung nicht richtig lest!" und "Ihr müsst die verdammten Achsen auch benennen!".
Da ich die Aufgabenstellung ja zur Genüge kannte, benannte ich also die verdammten Achsen!
Und ich sprach zur x-Achse: "X-Achse, du alter Horizontenstricher, du seist nun meine Lebenszeit t in Tagen!".
Und ich sprach zur anderen: "Und dich, Bohnenstange, taufe ich auf den Namen persönliches Befinden. Find dich damit ab!" Gesagt, getan.
Nun machte ich mich daran, einige markante Punkte herauszusuchen. Schnell erkannte ich, dass die Funktion f(x)=sin(x) achsensymmetrisch zur x-Achse lag und dass die sichtbaren Tiefpunkte jeweils im Abstand von etwa 30 Tagen verliefen, circa am 25. jedes Monats. Ob es denn mein restliches Leben immer und immer so weitergehen würde, fragte ich mich. Ich errechnete das Verhalten gegen unendlich und stellte fest, dass die Chancen, dem Einheitstrott zu entfliehen, in Zukunft immer deutlicher gegen Null streben würden. Also weiter Sinuskurven. Auf, ab, auf, ab. Mein Leben würde weder stets streng monoton steigend, noch fallend verlaufen, sondern einfach total regelmäßig, normal monoton eben.

Doch urplötzlich veränderte sich die Funktion. Y-Werte im Negativbereich häuften sich. Y-Werte gingen ab x=27102011 immer und immer tiefer. Angstschweiß brach aus! Wo sollte das nur hinführen? Mit vollster Konzentration errechnete ich den absoluten Tiefpunkt und stellte mit "Trauer, Zukunftsängste", sowie "Einsamkeit" notwendige Bedingungen für meinen Tiefpunkt auf. Nach langem Überlegen entschied ich mich für "Perspektivlosigkeit" als hinreichendes Kriterium für die Tiefpunkterrechnung. Nun gab ich den ganzen Spaß in meinen Grafiktaschenrechner ein: solve(diff(f(x),x,Einsamkeit),Trauer=0) und erhielt
No solution.
Die Funktion hatte also gar keinen Tiefpunkt; würde also bis zu meinem Lebensende, also de facto bis zum letzten Millimeter des Zeichenblatts immer und immer weiter ins Unermessliche sinken.
'Gibt es denn keine Hoffnung mehr? Bin ich zu einem Leben verdammt, das immer und immer abscheulicheres Elend für mich bereit hält?', hinterfragte ich kritisch.
Ich wollte schon aufgeben, mich meinem Schicksal beugen. Doch dann sah ich, dass ich die Funktion falsch definiert hatte. Es fehlte ein Faktor, dessen Exponent so hoch war, dass er bei keiner Ableitung dieser Welt wegfallen würde. Ein elementarer Faktor, der die Funktion schlagartig ins Positive umkehren konnte. Der der Funktion Tausende lokale Hochpunkte verleihen konnte! Wie konnte ich diesen Faktor nur vergessen haben? Wie konnte ich meine Lebensfunktion nur ohne dich aufstellen?

q.e.d.

Freitag, 28. Oktober 2011

Not just another stopgap: My first own sonnet

Forgive me, hear my brief explanation:
I am not the one thou wantst me to be.
Maybe thou hast too high expectations.
Thou seest someone in me who I can't see.

Can thou follow my argumentation?
Thou seemst to overestimate my worth.
Thou shalt take into consideration
That my poetry skills won't bring thee commerce.

I'm not a poet, I want thou to know
That thou've fallen in love with a beggar.
With this awkward poem I just want to show
That thy love made my life so much better.

- I had to lie since the day that we've met,
I'm truly sorry, I truly regret.

Mittwoch, 26. Oktober 2011

Is das Kunst oder kann dat weg?

Was macht man aus seinem Leben, aus seiner wertvollen Freizeit, aus den letzten Sommerferien als Schüler, wenn ein ganzer Sommer lang keine richtige Lebensfreude aufkommen mag, wenn man ziellos in den Tag hinein lebt, in Erinnerungen schwelgt, Angst vor der Zukunft hat, nostalgisch wird und sich einfach keine Motivation finden lässt?
- Sich trotzdem nicht aufgeben, sich an kleinen Dingen des Lebens umso intensiver erfreuen, sich neuen Aufgaben widmen und mit dem zufrieden sein, was man hat.

Das war ganz klar mein Motto für die ersten drei Ferienwochen des Sommers 2011. Und wenn einfach auf einen Schlag alles über den Haufen geworfen wird, was einem gestern noch die Welt bedeutete, kommt man wohl oftmals auf die kreativsten Ideen. So erging es mir zumindest.
Um mich da verstehen zu können, muss ich wahrscheinlich erst erwähnen, dass ich zwei linke Hände habe. Ich bin so etwas wie ein Komplettausfall in künstlerischen/malerischen Dingen. Es ist nicht so, dass mich Kunst nicht begeistern kann; beispielsweise war der Besuch des Dalí-Museums in Spanien dieses Jahr eine ziemlich bereichernde Erfahrung für mich. Doch wenn es dann darum geht, mich selbst künstlerisch auszudrücken, tue ich das ausschließlich in Form der Musik oder Sprache. Malen, zeichnen, sowie basteln kann ich, so wurde es mir sogar ein ums andere Mal von Kunstlehrern, Mitschülern oder meinem eigenen Vater (technischer Zeichner!) bescheinigt, kann ich maximal auf Grundschulniveau. An guten Tagen.

Das dachte ich zumindest immer. Bis vor drei Monaten etwa. Bis mich ein guter Freund, und zwar niemand anderes als der wohl künstlerischste und kreativste Gleichaltrige, den ich persönlich kenne (man beachte nach Lesen des kompletten Beitrags die digitale Umsetzung des Ganzen anhand des Logos der Seite), auf ein Youtube-Video aufmerksam gemacht hat. Dieses Video zeigt ein Origamitutorial. Schritt für Schritt wird erklärt, wie man den Klassiker unter den Origamifiguren, den Kranich, auch ohne (Achtung: Vorurteilsalarm!) asiatische Gene einigermaßen gut hinkriegt. Ich wusste genau, dass das Video, obwohl das Tutorial ja für ihn "total einfach" war, wahrscheinlich mal wieder eine unlösbare Aufgabe für mich sein würde, da selbst beim Papierfliegerbauen meine kreative Grenze regelmäßig bei Weitem überschritten wird. Und ich übertreibe nicht.
Trotzdem schnappte ich mir ein Blatt und faltete. Und faltete. Und faltete. Und scheiterte erst. Gab jedoch nicht auf und irgendwann, es ist mir bis heute ein Mysterium, sah mein Faltkranich so aus wie der Faltkranich im Video. Und ich war baff! ICH habe durch meine eigenen Hände etwas geschaffen, das zumindest in Ansätzen so aussieht, wie der Kranich von dem Typen im Video, der das augenscheinlich schon lange macht. Balsam für mein Selbstbewusstsein!
Durch den so entstandenen Ehrgeiz fand meine Origamieuphorie in den nächsten Tagen ihren Höhepunkt: Neben einem Raben, einem pulsierenden Herz und einem Dino sind weitere Figuren durch Youtubevideos entstanden, die gar nicht so leicht sind und trotzdem, naja, okay aussehen. Ich bin Realist und weiß ja, was ich nicht kann, weswegen ich mich an Elefanten, Seerosen und Sonnen erst gar nicht versuchte.
Mittlerweile habe ich einen Großteil meiner Kunst signiert und denen geschenkt, die mich in meinem künstlerischen Werdegang immer so tatkräftig unterstützt haben. Also meinem Vater, der sich nie das Lachen verkneifen kann, wenn ich etwas male und meine Kunstbilder bis zur 9. Klasse für mich gemacht hat.
Die entstandenen Figuren haben nicht nur meine Freizeit totgeschlagen, sondern mich auf irgendeine Weise nach Vorne gebracht, mich erfreut und mir Energie gegeben, sodass ich mich frage, wieso ich überhaupt damit aufgehört habe.

Einige Figuren konnte ich vor dem großen bösen schwarzen Loch in meinem Zimmer, das alle Dinge zum Verschwinden bringt, in Sicherheit bringen und möchte sie euch nicht vorenthalten.



Obacht! Dies wird sehr, sehr, sehr, sehr, sehr wahrscheinlich der letzte und einzige Beitrag für sehr lange Zeit sein, der das Label "Kunst" trägt!

Montag, 24. Oktober 2011

Mein Teddy auf Weltreise, Part 1

Vor einer Woche habe ich von der wohl kreativsten und schönsten Internetidee des Jahres gehört. Die Community der Seite ToyVoyagers lässt seine engsten, vertrautesten und wohl auch längsten Freunde einfach in die weite, weite Welt hinausziehen, oft tausende Kilometer von zu Hause weg. Nüchtern betrachtet ist dies eine sehr traurige Angelegenheit und zeugt wohl eher von Kaltherzigkeit als von Kreativität.
Doch es sind keine normalen menschlichen Wesen, mit denen Kuhhandel betrieben wird; es geht um etwas viel Wichtigeres: Kuscheltiere!
Und das Prinzip ist so einfach wie genial: Die User erstellen ein Profil für ihren kuschligsten Teddy, ihren süßesten Hasen oder ihre flauschigste Ente und geben ihren derzeitigen Aufenthaltsort an.
Nun sind die anderen Nutzer auf der ganzen weiten Welt gefragt: Person A, exemplarisch wohnhaft in Paris, findet meinen Teddy besonders hübsch und möchte ihm einen Kurztrip ermöglichen. Also werden Adressen ausgetauscht, mein Teddy wird mit der Post zu Person A geschickt. Diese Person empfängt meinen Teddy dann,  führt ihn aus, zeigt ihm die Stadt und macht ein Foto mit meinem Teddy vor dem Eiffelturm und lädt es hoch, damit ich ein Urlaubsbild von meinem Freund habe. Person A schickt den Teddy zu einem weiteren User, Person B, in diesem Beispiel wohnhaft in New York. Weiter geht die Sightseeingtour meines Teddys, diesmal mit Bildern vom Empire State Building und Ground Zero. Person B schickt ihn an Person C in einem anderen Land, C an D, D an E, und so weiter, bis mir Person X den Teddy nach Monaten dann von vielleicht Argentinien wieder nach Hause schickt, wo er wieder seinen Ehrenplatz im Schrank erhält. Ich habe inzwischen dutzende Bilder von meinem Teddy auf allen Kontinenten der Welt; ich freue mich über die vielen schönen Bilder und die Vorteile der Globalisierung und bin ganz hin und weg von dieser unglaublich schönen Idee, mein Teddy freut sich über die Weltreise und die Postunternehmen über ordentlich Geld in den Kassen. Eine Win-Win-Situation also!

Weil ich das so unglaublich witzig finde und ich wirklich gespannt bin, ob so etwas auch in der Praxis klappen kann, wage ich den Selbstversuch! Ich habe meinen einzigen Teddy neben mir sitzen, erstelle morgen ein Profil für ihn und warte ab, wer sich meldet und wohin es ihn treiben wird!
Aktuelle Fotos (falls vorhanden) und Zwischenberichte werden dann regelmäßig hier zu finden sein.

Bon Voyage!

(Einige zufällige Beispiele von bereits reisenden Tieren:)


                                             Example 1

                                                      Example 2

Und mein bisheriger Favorit:
                                           Example 3

Auf der Hauptseite können noch unzählige weitere Kuscheltierurlaubsbilder bewundert werden!

Sonntag, 23. Oktober 2011

Here, there and everywhere



Looking back again at pictures of my last two summer holidays, I can't help but indulging in reminiscences. I've been to so many places, I've seen so many famous things and I've experienced so many great adventures that I'd definitely be envious of myself if I was another person. Fortunately, I am not. The picture above shows a collection of impressions I got of the USA. I consider myself lucky to have had the opportunity to reside in eight different states now. That's really astonishing! After looking back at a really, really great time there, I'm afraid I'll never want to go anywhere else. I don't know how to realise my plan of spending a full year in the US during my studies yet, but I'm confident that it will work out somehow (even if that means workworkworkworkwork).

(Some of the single pictures might not be easy to localize so I'll enumerate the different places starting at the top, moving from left to right:
- Orlando, Florida, Universal Studios
- Sanibel Island, Florida
- somewhere, Florida
- The Everglades, Florida
- Fort Lauderdale, Florida, Kennedy Space Center
- San Francisco, California, Golden Gate Bridge
- Atlanta, Georgia, Airport
- Orlando, Florida
- New York City, Empire State Building
- Key West, Florida, Southernmost Point)



Whoever shouts the loudest gets the most attention!



Guten Morgen, Welt!

Weltenbummlerdasein

Samstagnacht, totale Langeweile. Ich will ja jetzt nicht behaupten, dass das für mich ein gewohntes Bild ist, um den Eindruck, ich isoliere mich komplett vom Real Life, nicht auch noch zu verstärken, aber..
Es ist derzeit ein eher gewohntes Bild. Also schaut man sich keine talentfreien Supertalentkandidaten an, sondern klickt sich durch die unendlichen Weiten des Internets, um auf Folgendes zu stoßen:





Wow. Ich bin ja echt ganz schön herumgekommen in den ersten 18 Jahren meines Lebens. Und die Grafik führt mir wirklich vor Augen, wie viel ich eigentlich schon gesehen habe. Spanien, Holland, Frankreich, Schweden, Italien, Griechenland, Österreich, Türkei und sowohl die West-, als auch die Ostküste der USA. Und ich kann gar nicht sagen, dass mir irgendetwas überhaupt nicht gefallen hat. Es ist wirklich seltsam, so viele Weltmetropolen (allein in den USA schon New York, Miami, San Francisco, Los Angeles und Chicago zumindest vom Flugzeug) gesehen zu haben, ohne jemals in Berlin, der Hauptstadt meines Heimatlandes gewesen zu sein. Berlin steht aber neben Hamburg und London ganz oben auf der Liste der Städte, die ich in naher Zukunft bereisen möchte. Bis Ende 2012 will ich die Liste abgearbeitet haben!
Bereits in zwei Wochen erfüllt sich eveeeeeentuell der Londonwunsch! Sofern ein Freund am letzten Ferienwochenende nicht arbeiten muss, kratze ich irgendwie 53€ zusammen und begebe mich auf eine Eintagesfahrt in die Stadt des ewigen Regens ohne Übernachtung (= Schlafmangel wohl noch die ganze anschließende Woche), um in zwölf Stunden so viel Sightseeing zu betreiben, wie meine Beine zulassen. Obwohl das nicht nur ziemlich anstrengend klingt, sondern wohl auch ist, würde ich mich riesig freuen. Ich sehe die ganze Sache wie ein Abenteuer. Jede Großstadt ist ein neues Abenteuer; es erfüllt mich einfach, planlos umherzuirren, bedeutende Orte, die man aus dem Fernsehen kennt, mit eigenen Augen zu sehen und mich über den verwirrenden U Bahn-Fahrplan aufzuregen.
Auch wenn keine Stadt der Welt jemals an San Francisco rankommen wird. Nie im Leben!

The first cut is the deepest

Buenos días zu meinem neusten Blog! Möge die Kreativität fließen, oder so ähnlich!
Nach ziemlich, ziemlich, ziemlich vielen gescheiterten Versuchen, einen längerfristigen Blog zu führen, bin ich nun motivierter denn je, dass aus diesem Versuch mal was wird!

Inspiriert dazu werde ich Tag für Tag von der neuen Fremdsprachenassistentin meiner Schule. Nachdem wir letztes Jahr erstmals einen Fremdsprachenassistenten aus New York bei uns begrüßen durften, der Englischkurse für Schüler jeder Jahrgangsstufe durchführte und mich persönlich erfolgreich auf das Cambridge Certificate of Advanced English vorbereitete, haben wir dieses Jahr eine Fremdsprachenassistentin aus Georgia hier in Deutschland mit ähnlichen Aufgaben. Zufällig bin ich vor einigen Wochen auf ihren Blog gestoßen und bin seit jeher fasziniert. Es ist unglaublich spannend zu lesen, welche Erlebnisse sie hier in Deutschland macht, wie sie sich so durchschlägt und was sie von deutschen Vorurteilen und Lebensweisen hält. Zumal sie quasi genau das tut, was ich während oder nach meinem Studium tun möchte - ich ärgere mich noch heute so sehr darüber, vor zwei Jahren kein Austauschjahr gemacht zu haben und wünsche mir so sehr einen längeren Aufenthalt in den USA, ob nun als Student für ein Semester oder als Fremdsprachenassistent selbst, der den Kindern dann Deutsch beibringen kann.

Jedenfalls schreibt die Fremdsprachenassistentin mit einer solchen Kontinuität und Ausdauer und nimmt sich so viel Zeit für kreative Beiträge, dass ich hinterher einfach zu neidisch wurde und als Resultat die Idee zu diesem Blog entstand. Auch wenn mein Leben nicht einmal annähernd so aufregend sein wird wie ihre täglichen Erlebnisse; trotzdem erhoffe ich mir von diesem Projekt, mich auch nur ein stückweit ausdrücken zu können; sei es mit schöner Musik, Beiträgen auf Englisch oder Spanisch, tollen Zitaten noch tollerer Autoren, Fotografien meiner unglaublich schlechten Handykamera, hysterischen Posts meiner zwei USA-Reisen, Liebesbekundungen der englischen- und spanischen Sprache und Kultur oder einfach Beiträgen, die meine Zukunftsängste zum Ausdruck bringen, die fünf Monate vor meinem Abi immer schlimmer werden.

Auf ein frohes Schaffen!

(Nachtrag: Natürlich ist es keine Absicht, dass der Titel des Beitrages auch der Titel der ersten Grey's-Folge überhaupt ist!)