Samstag, 26. November 2011

Soundtrack of my life

If your life was a movie, what would the soundtrack be?


  1. Open your music library
  2. Put it on shuffle
  3. Press play
  4. For every question, type the song that's playing
  5. When you go to a new question, press the next button

My soundtrack:

Opening Credits: Johnny Cash - The man comes around

Waking up: Feist - I feel it all

Average day: Kevin Drew - Lucky ones

First Date: Bellini - Samba de Janeiro (!)

Falling in love: Stars - Take me to the riot

Love scene: Lena - What happened to me

Fight Scene: Kate Micucci (the Scrubs girl) - Mr. Moon (:D)

Breaking up: Die Toten Hosen - Der letzte Kuss [Live]

Getting Back together: Beirut - My night with the prostitute from Marseille (:DD!)

Secret Love: Johnny Cash - In my life

Life's okay: Maximo Park - Girls who play guitars

Mental Breakdown: Manu Chao - Mama Cuchara

Driving: Arcade Fire - Rebellion (Lies)

Learning a lesson: The Smiths - Frankly, Mr. Shankly (somehow really suitable)

Deep Thought: Bright Eyes - Lua (!!!!!)

Flashback: Sigur Rós - Festival

Partying: MGMT - Kids

Happy Dance: Mando Diao - Dance with somebody [acoustic] (NO JOKE!)

Regretting everything: Bright Eyes - I don't know when but a day is gonna come

Long night alone: Beatles - Twist and shout

Death Scene: Tocotronic - Kapitulation (suitable²)

Closing Credits: Mumford and Sons - Roll away your stone


I really like the outcome of that play! Not only that the soundtrack (more or less) perfectly reflects my taste of music, some songs even perfectly fit into the particular period of time. Others (see 'Getting back together') stand out as well by not fitting at all! :)

So try it yourself!


Sonntag, 20. November 2011

"Die Eule fängt gleich an zu Schnurren!"


Ich wollte ja eigentlich keine Videos als Lückenfüller verwenden. Doch die Eule Molla ist wohl ungefähr das Süßeste, was ich dieses Jahr gesehen habe und etwas, das ich niemandem vorenthalten kann und will!

Mittwoch, 16. November 2011

Ein Stück vom ganz großen Glück

Es scheint wirklich wahr zu sein. Es scheint so, als müsse man sich erst mit schlimmsten aller Wahrheiten konfrontieren, bevor man endlich frei sein kann.

Im Vorfeld verdammte ich diesen Tag. Ich wusste, dass er irgendwann kommen würde, zwangsläufig. Ich hatte seit Monaten Höllenangst davor. Doch heute ist es passiert. Ich habe es geschafft, mich vom einfachen und bequemen Weg zu verabschieden, bin über meinen Schatten gesprungen, habe mich mit der Wahrheit konfrontiert, habe den schon so lange notwendigen Schritt getan.
Und scheiße ja, ich bin stolz auf mich!

Es tut plötzlich nichts mehr weh. Ich kann endlich über alles lachen. Ich kann mich damit abfinden, ohne mental abzurutschen. Kann nun erhobenen Hauptes nach vorn blicken und fühle mich, als hätte ich meine Fußfesseln, die mich in der Vergangenheit festhielten, endlich gelöst.
Ich bin euphorisiert, mit der Welt und mir im Reinen und kann dabei zugucken, wie ich wieder Abenteuerlust entwickle. Und Energie!
Energie, die ich nun schleunigst in Produktivität umwandeln möchte!

Das ist mein Paradies. Ich fühle mich erlöst!

Montag, 14. November 2011

Nestflüchter und Nesthocker

"Also ich für meinen Teil bin ein ziemlicher Familienmensch; ich könnte mir ja mal so gar nicht vorstellen, länger von meiner Familie getrennt zu sein!"

Solche Sätze hört man so unglaublich oft, wenn man nur die Ohren weit genug öffnet und mit Gleichaltrigen ins Gespräch über ihre Lebensperspektiven und Zukunftsvorstellungen kommt. Irgendwie wohl schon zu oft. Zu inflationär wird mit dem Begriff Familienmensch um sich geworfen. Fragt man nach Gründen, so erhält man eine Auswahl folgender Statements:

  • Ich habe schon so viel mit meiner Familie durchgestanden, dass ich einfach weiß, dass wir auch in Zukunft alles schaffen werden!
  • Hallo? Meine Mama hat mich geboren. Eine intensivere Verbindung gibt's doch nicht!
  • Meine Familie hat mich mein ganzes Leben lang begleitet, ich will nicht, dass diese Verbindung aufbricht!
  • Zu Hause werde ich bekocht und bewirtet, versorgt und rundum verpflegt. Ich brauche für nichts zu bezahlen. Mama macht meine Wäsche und Papa macht alles Handwerkliche! Ich wär ja schön doof, wenn ich das aufgeben würde. 
Andererseits gibt es dann auch die Nestflüchter. Deren Argumente für ein Ende der elterlichen Verbindung:

  • Ich will wegziehen, weg von meinen Eltern. Für mich bedeutet dieser Schritt das Ende meiner Kindheit! Ich bin jetzt erwachsen. Das kann ich nur ohne Eltern so richtig ausleben.
  • Ich will auf eigenen Füßen stehen, da ich so endlich mehr Verantwortung tragen kann und mir beweisen will, dass ich es kann! Hah!
  • Ich kann meine Alten nicht mehr ab, ey. Bin froh, wenn ich die los bin und mich niemand mehr anschnauzt, ich solle Hausarbeiten erledigen! Ich bin 18, tu, was ich will und niemand macht mir Vorschriften, mit wen ich nach Hause einlade und wie legendär meine Hauspartys werden!

Meiner Meinung nach steht es mir nicht zu, die Argumente anderer zu kritisieren. Jedem Fastabiturienten wird zumindest ein Argument bekannt vorkommen. Außerdem kann man bei dieser Entscheidung kaum ein Mittelding finden, mit dem vollkommene Unabhängigkeit und trotzdem unmittelbare Nähe zu den Eltern erreicht werden kann.
Jeder Mensch hat eine andere Verbindung zu seiner Familie und dementsprechend auch eine andere Konnotation mit dem Famlienbegriff. Meine ist mir heute bewusster denn je geworden: Meine Familie zeigt mir immer wieder, dass ich in mein zukünftiges Leben nicht allein leben möchte. Ich beschränke mich auch nicht ausschließlich auf Eltern; gleichwohl meine ich damit andere Formen des Zusammenlebens, wie eine Partnerschaft. Ohne zumindest eine mir sehr eng vertraute Person kann ich nicht. Ich würde mich so nicht vollkommen fühlen. Kein Stück. Der Gedanke, ganz allein zu sein, macht mir Angst.

Sonntag, 6. November 2011

Ordnung ist das ganze Leben!

Gestatten, ich bin 18 und bin ein Schwein. Ich räume nicht auf. Wozu auch? Es ist mir egal, wie mein Zimmer aussieht. Meine Kleidung liegt auf dem Boden, leere Wasserflaschen stapeln sich, mein Desktophintergrundbild ist vor lauter unaufgeräumtem Kram gar nicht mehr erkennbar. Ich lebe in einer Welt voller Chaos, da fällt meine Schlampigkeit doch gar nicht auf. Und wem es doch auffällt, dem sage ich einfach, ich sei ein derart beschäftigter und wichtiger Mann, dass ich es zeitlich gar nicht einrichten kann, für Ordnung zu sorgen. Das macht Eindruck und mich sympathisch.
Und falls nicht, juckt's mich? Nö.


Hallihallo, ich bin 18 und beinah krankhaft ordentlich und organisiert. 100% meiner Mitschriften in der Schule sind datiert, ich kann es nicht auf den Tod nicht ertragen, Rechtschreibfehler oder falsche Ausdrücke in Hausaufgaben durchzustreichen. Also schreibe ich eine Seite notfalls auch drei Mal neu; selbst, wenn diese bereits zu Dreiviertel beschrieben sein sollte.
Ich führe pingeligst einen Terminkalender. Es gibt darin kaum einen unbeschriebenen Tag, eine vergessene Hausaufgabe. Nach erfolgreicher Erledigung wird sie mit einem roten Stabilostift durchgestrichen. Ich habe eine Excelliste, welche als Übersicht über meine Noten dient. Sie enthält dreiundzwanzig Formeln, die meinen NC im best case- und worst case scenario errechnen. Ich kenne alle Zahlen und Daten in meinem Leben auswendig. Schultage bis zu den Ferien, alle Passwörter und PIN-Codes, alle bisherigen Handynummern, fast alle Geburtstage, die Hausnummern aller Hotels des Sommerurlaubs, die Anzahl der verbleibenden Klausuren, das Datum meines ersten Schultags, die Daten aller bisher besuchten Konzerte, alle Fehlstunden der Oberstufe, die Anzahl der Montage im Februar 2010 und noch viele weitere Dinge, die alle den Eindruck, dass ich ein Freak sein könnte, nur noch verstärken würden.
Doch juckt's mich? Nö.

Juckt mich allerdings die Schizophrenie? Oh yes.

Freitag, 4. November 2011

Emotionen respektieren, Augenlicht verlieren

Zugegeben, ich bin definitiv nicht der Vorzeigefan meiner Lieblingsfußballmannschaft schlechthin. Der Verein ist nicht mein ganzes Leben, nicht mein ganzer Stolz, was auch irgendwie ziemlich bitter wär (was würde das denn über den Spannungsfaktor anderer Bereiche meines Lebens aussagen?). Ich kenne auch nicht alle Spieler mit Namen, Autokennzeichen und Steuernummer und reise nicht zu Auswärtsspielen gegen den Tabellensiebenundneunzigsten. Ehrlich gesagt war ich auch schon lange nicht mehr im Heimstadion.
Trotzdem strahlt Fußball (ansehen, nicht spielen!) schon einen gewissen Charme aus. Aber auch nur manchmal. Dabei ist der Spielverlauf an sich für mich sogar noch relativ unwichtig; es gibt jedoch außer intensiver Konzerte kaum einen vergleichbaren Gänsehautmoment, der sich einem bietet, wenn man im mit 80.000 Menschen gefüllten Stadion steht und unmittelbar vor Spielbeginn mit ebendiesen Menschen 'You'll never walk alone' anstimmt. Das ist der emotionale Höhepunkt jeder Fußballveranstaltung für mich: Menschen, die ihre Stimme benutzen und sich so gegenseitig anfeuern und motivieren.

Was jedoch ganz und gar nicht Ausdruck der Emotionen bei einer Massenveranstaltung sein soll und darf, hat man wieder einmal letzte Woche beim Pokalspiel zwischen Borussia Dortmund und Dynamo Dresden sehen können: Pyrotechnik, bengalisches Feuer. Ausgetüftelte Propagandasprüche wie 'Pyrotechnik legalisieren - Emotionen respektieren' finden auf Facebook fast 37.000 Anhänger, größtenteils meiner Altersgruppe. Und natürlich, kleine unscheinbare rote Lichtlein im Stadion sehen ohne Frage optisch einfach nur phänomenal aus! Aber das tun Brandverletzungen zweiten Grades und die anmutigen dunklen Krater im Gesicht, die daraus resultieren und von denen man dann ein Leben lang was hat, auch! (Oder so..) Oder noch besser: Man bekommt den Spaß ins Auge, was inmitten von zig Dutzend Leuten leichter passieren kann als gedacht, erblindet und kann nie wieder in den Genuss eines Bengalos, geschweige denn eines Fußballspiels kommen. Tja. Scha-de.
In einem derart menschengefüllten Stadion hat Vorsicht und gegenseitige Rücksicht die oberste Priorität. Seiner Mannschaft zuzujubeln ist für die Unterhaltung Jedermanns gedacht. Unzählige Kinder sind Heimspiel für Heimspiel dabei, bewundern die Spieler und möchten durch Fangesänge und Pfeifkonzerte auffallen, ihre Emotionen ausdrücken. Kommentare in der Facebookgruppe wie "am wochenende wird es bestimmt viel pyro geben mit dem hintergedanken ihr könnt uns gar nichts :D"  verstärken meinen Eindruck, dass Fußball im Stadion zur Nebensache geworden ist. Leider.
Ich habe vollstes Verständnis dafür, dass der DFB sich dafür ausspricht, Dynamo Dresden die Austragung von Pokalspielen zu untersagen. Generell sollte das Zünden eines Bengalos mit einem Stadionverbot einhergehen und dies auch strenger kontrolliert werden. Es sollte eine Selbstverständlichkeit sein, sich ohne Bedenken ein Fußballspiel anzusehen.

Ich kann Emotionen auch zeigen, ohne Mitmenschen physischen Schaden zuzufügen. Wenn ihr das nicht könnt, liebe Ultras, lasst es ganz sein.